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In der alten Tagzeitung „O Estado“, aus Florianópolis, Haupstadt Santa Catarinas, arbeitete ein sehr talentierter Karikaturist, Sérgio Bonson (1949-2005). In der Konkurrenz Zeitung Diário Catarinense, arbeitete ein andere Karikaturist, wessen Name Clóvis Geyer war.

Ich hörte einmal Bonson sagen, dass Geyer ein “mittelmäßiger Designer” war. Das hat mich schockiert. Die Tatsache war einfach. Clovis ‘Zeichnung war großartig, aber er hatte ein kleines Problem: Er hatte kein Talent für Humor. Es grenzte fast an Null. Bonson hingegen hatte fast kindlichen Design, aber er hatte ein sehr humorvolles Talent.

Ich erinnere mich an eine Zeichnung von ihm: Es war der „Karate-Kämpfer” Collor de Melo, der gegen einen Gegner kämpfte, dessen Körper die Karte von Brasilien war, also Brasilien in Person.

Es war eine sehr einfache Zeichnung, aber sie fasste jene Tage von 1992 zusammen, als die Nachrichten den Kampf hinter den Kulissen der nationalen Politik zeigten, der im September 1992 in der Amtsenthebung von Fernando Collor de Melo gipfelte.

Ich dachte immer wieder: Wenn Bonson und Geyer zusammengearbeitet hätten, wenn Bonson diktiert hätte, wie die Zeichnung aussehen würde, weil er das Talent für Humor hatte, und wenn Geyer die Zeichnung gemacht hätte, weil er ein besserer Zeichner war, wäre es eine perfekte Ehe gewesen.

 

Sérgio Bonson, in memoriam. (Photo Google Images)

 

Clovis Geyer. (Photo Google Images)

 

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