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Ich habe mich immer für Sprachen begeistert. Ich wollte so viel Sprachen wie möglich lernen, aber in Brasilien gibt es keine exotische Sprachhandbücher.
Während meines Studiums an der “Alliance Française” (Französischen Allianz), erfuhr ich von der Existenz einer Sammlung namens Assimil. Dieser Verlag bietet Dutzende von Titeln in zahlreichen Sprachen an.
Anfang der neunziger Jahre gab es kein Internet. Der Kauf dieser Bücher nur für Importe kostete soviel Geld. Sehr, sehr teuer.
Ich mache keine Witze. Im Jahr 2003, mehr oder weniger, bereits mit Internet, habe ich auf die französische Buchhandlungs-Website zugegriffen und den Preis von 680,00 Reais gefunden, eine Exorbitanz.
Es war 1991, als ich einen Sprachliebhaber traf. Ich wurde von seiner Bibliothek umgehauen. Aber der Typ war ein wahres Arschloch im wahrsten Sinne des Wortes.
Es war 2004, als mein Freund Manhal Kasouha, jetzt ein vereidigter arabischer Übersetzer aus Santa Catarina, mich anrief und sagte, dass es einen Mann gab, der 100 Sprachen lernte.
„Was? Machst du Witze? “, sagte ich.
So habe ich eine großartige Reportage entdeckt. Tatsächlich war die Geschichte über ihn so faszinierend, dass ich einen Journalistenpreis gewann.
Seine Bibliothek hat mich fasziniert. Er hatte alles, aber alles im Bereich der Sprachen. Die Sammlungen waren Teach Yourself, Assimil, Colloquial, Pimsleur, Langescheidt, Kauderwelsch usw.
Und zu meiner Überraschung lieh er mir die Bücher. Ich habe nicht einmal geglaubt, dass er mir die Bücher ohne Probleme „numa boa ” (auf gute Weise) geliehen hat, wie es im Slang heißt.
Und so hatte ich Zugang zu einer riesigen Sammlung von Sprachen, die ich wegen des exorbitanten Preises vorher nicht hatte.
Es war Professor Carlos Amaral Freire, der mir die Parlons-Sammlung zeigte und mich ermutigte, mit „Parlons Hunsrückisch“ zu schreiben. Ich sagte ihm, dass es unmöglich sein würde.
„Nichts. Probieren Sie es aus “.
Zu meiner Überraschung lief alles gut.
Ich dachte: wenn wir etwas tief im Inneren wollen, erscheint es eines Tages. Das Beispiel war Professor Freire und eine atemberaubende Bibliothek, die erschienen auf meinem Weg. In einem der Regale dieser Bibliothek befindet sich eine chinesische Inschrift mit der Aufschrift: “Sein Freund Weisen Erde”, dh “Sei ein Freund der Weisen der Erde”.
Nichts passenderes!

 

Ozias Alves Jr

E-mail: reportagemjbfoco@gmail.com

 

Carlos Amaral Freire. (Foto Ozias Alves Jr) 23.02.2020

 

Feijoada do Décio 2020. (Foto Divulgação)
Feijoada do Décio 2020

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